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Wanderungen


Schuss und weg: Historische Jagdlandschaft Mönchbruch
Jagdschloss Mönchbruch, Mühle Mönchbruch, Restaurant "Müllerstube", Naturschutzgebiet Mönchbruch, Mönchbruchwiesen, Mönchbruchallee, Aussichtsturm Mönchbruch, Wälder Mönchbruch

Dauer:
3 Stunden 
Länge:
6 km 
Art:
Wanderung 
Start:
B 486, Parkplatz Mönchbruch 

Startpunkt dieser Route ist der Parkplatz Mönchbruch an der B486. Ein Spaziergang in Mönchbruch ist in vielerlei Hinsicht sehr lohnend. Da sind zum einen das historische Jagdschloss und die gegenüberliegende ehemalige Mühle. Letztere lädt sowohl zu einem kurzen Imbiss in der „Müllerstube“ als auch zu einem kulinarischen Menü im Restaurant ein. Da sind zum anderen die eindrucksvollen Natur- und Kulturlandschaftsbilder, die man bei den Spaziergängen erkunden kann und natürlich der große Reichtum an besonderen Tier- und Pflanzenarten und eindrucksvollen uralten Bäumen oder auch Waldformen.

Die Jagd spielte im Bereich Mönchbruch immer eine zentrale Rolle. Neben dem Rotwild fand das Schwarzwild günstige Lebensbedingungen auf den Wiesen und in den Wäldern vor. Daneben kommt im Mönchbruch noch heute das aus dem Mittelmeerraum stammende Damwild als Hochwild vor. Seit Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es erste Bestrebungen zur Unterschutzstellung von Waldflächen. An einigen Stellen wachsen noch heute uralte Eichen und Erlenbruchwälder, die als das Kerngebiet des Naturschutzes zu bezeichnen sind. Bereits 1954 wurde ein Teil des Mönchbruchs zum Naturschutzgebiet erklärt. Heute ist das Naturschutzgebiet Mönchbruch von Mörfelden und Walldorf und Rüsselsheim mit einer Größe von 937 Hektar das zweitgrößte Schutzgebiet in Hessen. Zahlreiche europäisch geschützte Lebensraumtypen und besonders geschützte Arten sind für das Gebiet charakteristisch.

Von dem Jagdschloss läuft man durch die herrlichen Mönchbruchwiesen in Richtung Mönchbruchallee. Es lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Mönchbruchweiher mit dem Sumpfbiber. Nicht weit hinter dem Jagdschloss befindet sich ein Aussichtsturm, von dem man eine wunderbare Sicht auf die Mönchbruchwiesen hat. Es sind feuchte Wiesenflächen, die reich an artengeschützten Pflanzen sind. Es sind besonders artenreiche Wiesen, die erst ab Mitte Juni gemäht werden dürfen.

Aber auch die angrenzenden Wälder sind bei der Ausdehnung der Spaziergänge ein besonderes Erlebnis. Dort, wo das Grundwasser hoch ansteht und häufig stagniert, ist die Schwarzerle besonders konkurrenzstark und der Charakterbaum. Im Frühjahr ziert unter zahlreichen Buchen der Bärlauch flächendeckend den Bodenbereich. Aus einer schmalen Zwiebel entwickeln sich jedes Jahr aufs Neue die fleischigen Blätter des Bärlauchs. In kurzer Zeit bedecken sie fast vollständig den nährstoffreichen und feuchten Waldboden. Zugleich ist die Luft von knoblauchartigem Geruch erfüllt. Aber auch das Buchwindröschen wächst in feuchten und schattigen Buchwäldern und ist von März bis April zu beobachten.

Wer mehr über die Eigenart des Mönchbruches wissen will, empfehlen wir einen Text- und Bildband über Mönchbruch von Herrn Reinhard Ebert und Hans Welzenbach, das im Buchhandel (ISBN 3-9803017-5-3) käuflich zu erwerben ist.

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