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Ausflugsziele in Planung

Derzeit arbeitet die Regionalpark RheinMain SÜDWEST GmbH an vier neuen Regionalparkprojekten.


Ölhafenbrücke Raunheim

Seit über vierzig Jahren gibt es am Main keine Verbindung mehr zwischen Raunheim und Kelsterbach. Die alte Frankfurter Straße wurde nach der Auflösung des Mönchhofs durch die neue Raffinerie Caltex und ihren Hafen unterbrochen. Am Tanklager sind besondere Sicherheitsbestimmungen zu beachten, und das Gelände ist so eng von Schnellstraßen umgrenzt, dass bisher kein durchgängiger Weg realisierbar schien.

 

Es wurde daher eine systematische Machbarkeitsstudie erarbeitet, um das Problem der heute äußerst ungünstigen Führung des Regionalparkweges zu lösen. Der Abschnitt am Ölhafen ist als Element des zu entwickelnden Mainufers bis Kelsterbach und Verbindung nach Eddersheim zu sehen. Die Machbarkeitsstudie wurde in Zusammenarbeit mit den Tanklagergesellschaften erstellt. Beiträge lieferten der TÜV Hessen, die Ingenieursozietät Krebs und Kiefer (KuK), Darmstadt, Dieses moderne Material ist wesentlich leichter und praktisch wartungsfrei. Die Studie wurde mit allen Beteiligten und Behörden eingehend erörtert. Die Brücke mit Weganschlüssen ist ohne besondere Auflagen genehmigungsfähig, die Betreibergesellschaften haben dem Ergebnis der Studie zugestimmt. Die sicherheitstechnischen Vorkehrungen bleiben im Kostenrahmen und sind somit durchführbar. 2008 wird daher ein Entwurf aufgestellt, um die Baukosten und Finanzierung detaillierter zu klären. Sobald Mittel verfügbar sind und die Brücke vertraglich geregelt ist, wird die Genehmigung beantragt und die Ausführung ausgeschrieben.

 

Planung: Büro Hans Dorn

Projektleiter: Bernd H. K. Hoffmann


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Mainvorland Rüsselsheim

Landungsplatz und dem Konzept für einen Steg im Opelhafen wurde im Frühjahr mit der Neugestaltung des Vorlands zwischen Landungsplatz und Opelbrücke begonnen. Vierzig heimische Laubbäume wurden gepflanzt, weitere Gruppen folgen im März 2008. Die hochstämmigen Bäume werden so angeordnet, dass Sichtachsen zum Main, zur Festung und den Opelvillen frei bleiben.

 

Der dichte Weidensaum ist an den drei neuen Uferplätzen gelichtet worden. Die Bauarbeiten wurden Anfang 2008 mit dem Einbau der Bänke abgeschlossen. Die Uferzonen werden noch begrünt und auch an den Plätzen sollen noch Bäume gepflanzt werden.

 

In der Mitte des Platzes bei der Festung (»Bastion«) wird ein hochstämmiger Weißdornbaum den Zielpunkt der kleinen Allee bilden, die von der Festung herunter zum Ufer führt. Alle Plätze sind mit gebrauchtem Basaltpflaster belegt, auch die Sitzsteine am Ufer sind natürliche Stelen aus Vogelsberger Basalt. Die Auswahl der Bänke und Abfallbehälter richtete sich nach dem Stadtgestaltungskonzept der Stadt Rüsselsheim. Während sich die Plätze an den Steinen 9.0 und 9.2 naturnah in das offene Ufer einfügen, liegt der Bastionsplatz im Schnittpunkt von Wegen. Er wird durch eine Sitzmauer und ein markantes Geländer eingefasst, dessen Wellenbewegung die Formen einer Flusslandschaft aufnimmt.

 

Es stehen jetzt zwei weitere Bauabschnitte an: Das Altmain- Biotop in Nähe der Opelbrücke wird ausgehoben und der Weg an das Ufer verlegt. Er erhält eine gebundene Decke, damit er auch für sportliche Zwecke genutzt werden kann. Der unmittelbar am Gehölzsaum verlaufende Wiesenweg, der dem historischen Leinpfad entspricht, bleibt bestehen. Der heutige Weg in der Mitte der Wiesen wird renaturiert. Das Biotop ist in einer Geländesenke geplant. Die dort vorhandenen Kanadapappeln sind nicht länger erhaltbar. Es wird eine Wasserfläche mit Verlandungszonen entstehen, die einem Mainaltarm entsprechen und die Eigenart der früher im Vorland typischen Feuchtgebiete besitzen.

 

Eine weitere, naturnahe Ufergestaltung wird bei der neuen Wegeführung berücksichtigt. Gegenüber der Festung könnte eine langgezogene Bucht mit abwechslungsreichen Uferzonen entstehen und das Landschaftsbild wie auch die ökologischen Qualitäten von Fluss und Vorland wesentlich bereichern. Nach den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind die Flüsse in den nächsten Jahren in einen naturnahen Zustand zu bringen.

 

Planung: Büro Hans Dorn

Projektleiter: Bernd H. K. Hoffmann


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Landschaftspark Egelsbach, Platzgestaltung
Eingang Süd (Hans-Fleißner-Straße/Flugplatz)

Im Gesamtkonzept des Landschaftspark Egelsbach stellt der Eingangsbereich- Süd einen gestalterischen und funktionalen Schwerpunkt dar.

 

Nach der Umgestaltung betont diese Fläche die hervorgehobene Eingangssituation und ist gleichzeitig ein Verbindungselement zwischen dem Landschaftspark und dem Flugplatz Egelsbach. Außerdem ist sie durch eine achsiale Blick- und Wegeachse mit dem »Platz des Windes« und der weithin sichtbaren Skulptur »Seelenvogel« verbunden.

 

Zur Gestaltung werden die gleichen Materialien (Betonsteinpflaster, zweifarbig auf der Platzfläche) und Naturstein (Pfosten) wie auf dem »Platz des Windes« verwendet. Durch die gleiche Materialität wird der inhaltliche Zusammenhang im weitläufigen Gelände unterstrichen. Die platzartige, halbkreisförmige Aufweitung soll durch ihre geometrische Gestaltung visuell auf sich aufmerksam machen und zu einem Besuch des dahinterliegenden Landschaftspark Egelsbach einladen. Eine Info-Stele enthält die nötigen Informationen für die Besucher. Formal betrachtet ist die halbkreisförmige Platzfläche mit Quadraten gerastert, während die Verbindungselemente zu anschließenden Anliegerstraße beziehungsweise einem zukünftigen Parkplatz durch einen linearen Mix gekennzeichnet sind. Zwei Säuleneichen sind unter anderem als visuelle Zeichen zu betrachten und unterstreichen torartig die Eingangssituation.

 

Eine cirka 3,0 – 4,0m breite Pflanzfläche (bodendeckende Rosen) umgibt den Platz und verleiht ihm eine gärtnerische Note. In seiner Mitte stehen Natursteinpfosten in unterschiedlichen Höhen, zum Eingang ansteigend. Dazwischen befinden sich beidseitig transparente Gitter, die formal den Eingang betonen.

 

Einige Sitzmöglichkeiten laden Spaziergänger oder Radfahrer zum Verweilen ein. Der Blick schweift nach Süden, auf die dort startenden und landenden Kleinflugzeuge.

 

Planung: Büro Neuhann+Kresse


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Die Mainspitze bei Ginsheim-Gustavsburg:
die behutsame Aufwertung eines zentralen
Landschaftspunktes

Die Mainspitze am Zusammenfluss von Rhein und Main bietet einen eindrucksvollen Rundblick auf die Silhouette der Stadt Mainz und das Umland. Als befestigte Landzunge existiert sie erst seit etwa 150 Jahren, denn vor dem Flussausbau war dieser Ort vom stetigen Wandel des Wassers im Verlauf der Jahreszeiten geprägt. Heute liegt die Mainspitze eingezwängt zwischen Verkehrswegen und Industrieanlagen. Hier lässt sich wie unter einem Brennglas die Geschichte der Region an diesem Ort erleben.

 

Die Mainspitze markiert den westlichsten Punkt der gesamten Regionalparkroute und bildet gleichzeitig einen ihrer landschaftlichen Höhepunkte. Schrittweise wird das Gesamtkonzept für die etwa 15 Kilometer lange Routengestaltung des Abschnitts Südwest des Regionalpark RheinMain nun realisiert. Bereits im September 2004 wurde der Burgpark Gustavsburg mitsamt seinem hölzernen Torturm feierlich eingeweiht; im Herbst 2007 wurde nun die Neugestaltung der Mainspitze umgesetzt; geplant und begleitet durch das Landschaftsarchitekturbüro Projektgruppe Henrich Grün- und Stadtplanung.

 

Bereits jetzt ist die Mainspitze begehrtes Ziel einer großen Zahl von Ausflüglern und Spaziergängern, welche die Nähe zum Wasser und den schönen Ausblick genießen wollen. Die Attraktivität der Wiesen an der Mainspitze führt jedoch auch zu einem hohen Nutzungsdruck und den damit verbundenen Problemen. Hinzu kommt ein teilweise schlechter Zustand der vorhandenen Ufergehölze, insbesondere am Ufer des Mains.

 

Das Gestaltungskonzept, welches von der Projektgruppe Henrich Grün- und Stadtplanung entworfen und gemeinsam mit der Regionalpark SÜDWEST GmbH, der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg und den für die Mainspitze zuständigen Ämtern abgestimmt wurde, sieht einen behutsamem Ausbau und die Umgestaltung der Wege und Plätze an der Mainspitze vor. Der vorhandene Weg wird mit einer Schwarzdecke neu befestigt, um Radfahrern und Familien mit Kinderwagen, aber auch Rollstuhlfahrern zu jeder Jahreszeit die Fahrt in die Spitze zu erleichtern.

 

Einheimische, standortgerechte Baumarten wie Esche, Eiche und Buchen begleiten als alleenartige Bepflanzung diesen Weg. Die neue Anbindung führt die Besucher direkt in die Spitze. Der Schilderwald wurde – in Absprache mit den zuständigen Wasserwirtschaftsämtern – umgeordnet. Die Sitzstufenanlage lädt zum Genießen des Blickes auf Mainz und den Zusammenfluss von Main und Rhein ein. Der Platz selbst ist mit einer Fläche aus Natursteinpflaster gestaltet. Die Main-Waves (Wellen aus blau gefärbtem Weißbeton) dienen als Anziehungspunkte und laden um Sitzen, Liegen und Entspannen ein. Mit dem neu gestalteten Platz wurde ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des Projektes »Mainspitze« getan. Die Planungen und Gestaltungen zeigen einprägsame Freiräume mit hohen Nutzungs- und Identifikationswerten. 2005 wurden einige der gelungenen Hausgartengestaltungen unter dem Motto »Grüne Oasen auf kleinem Raum« in der hr-Fernsehreihe »Hessens schönste Gärten « gezeigt.

 

Text: Planungsgruppe Henrich


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